Diese Wiki-Seiten wurden von Studenten im Rahmen der Vorlesung GameDesign am efi erstellt.

Ōkami (2006)

von Clover Studio (Hideki Kamiya)

TypAction-Adventure
SpielerSingleplayer
ArchitekturPS2, Wii, PS3, Windows, PS4, XBox One
Spieldauerca. 25–60 Std.
AuszeichnungenGame Informer: Game of the Month (Oktober 2006), IGN: Game of the Year 2006, Adventure Game of the Year 2006, Best Story 2006, Most Innovative Design, GameSpot: Beste Grafik (Artistic) 2006, Gametrailers: Bestes PS2-Spiel 2006, BAFTA Games Awards: Beste Musik, Artistic Achievement
FortsetzungŌkamiden


Beschreibung

Vorgeschichte: Der Dämon Orochi hat einen Fluch über das Land gelegt. Dieses ist in Dunkelheit gehüllt, die Natur ist verdorrt und Dämonen streifen durch das Land. Jedes Jahr wird im kleinen Dorf Kamiki durch einen Pfeil vom Himmel ein Opfer in Form einer jungen Maid ausgewählt, um den Appetit von Orochi zu stillen. In jenem Jahr trifft es die heimliche Geliebte des Kriegers Nagi. Dieser macht sich an ihrer Stelle auf zu Orochis Höhle, um diesen zu bezwingen. Mithilfe der Wolfsgöttin Shiranui gelingt es Nagi den Dämon zu besiegen und seine Macht zu versiegeln.

100 Jahre später wird das Siegel durch eine unglückliche Handlung gebrochen und Orochi somit befreit. Der Fluch mit der jährlichen Opfergabe wiederholt sich. Zu Beginn des Spiels erweckt die Baumgöttin Sakuya die Sonnengöttin Amaterasu, welche in Erscheinung eines weißen Wolfes auftritt und vom Spieler gesteuert wird. Nun liegt es an Amaterasu den Fluch zu beheben und wieder Leben in das Land einzuhauchen. Begleitet wird sie auf ihrer Reise von einem kleinen Floh-artigen Geschöpf namens Issun.

Formales Design

  • Im Laufe des Spiels lernt der Spieler 13 verschiedene Pinseltechniken. Um solch eine Technik anzuwenden kann der Bildschirm durch Tastendruck eingefroren und in Pergament umgewandelt werden. Der Spieler muss bestimmte Formen in das Spiel zeichnen, um ein Ereignis auszulösen. Das Zeichnen wird z. B. benötigt um an bestimmte Orte in der Welt zu gelangen, den Tag- und Nachtrhytmus zu beeinflussen, Bäume zum Blühen zu bringen, Gegenstände zu reparieren und wird außerdem im Kampf benötigt
  • Spieler kann Glück sammeln durch Helfen von NPCs, Füttern von Tieren, etc. Durch Glück kann Leben (Solarenergie) oder Tintenfässer zum Zeichnen erweitert werden
  • Spieler kann sich nach und nach frei in der Welt bewegen, springen, Löcher buddeln, kämpfen, mithilfe der Pinseltechniken an versteckte Orte gelangen, etc.
  • Kämpfe oft optional. Eigener abgetrennter Kampfbildschirm. Dadurch erhält der Spieler Geld, wovon man Items und Waffen kaufen, neue Kampftechniken erlernen, oder spenden kann
  • Drei verschiedene Waffentypen: Spiegel, Perlenkette und Schwert. Eine Waffe wird als Hauptwaffe und eine als Zweitwaffe ausgerüstet; Außerdem gibt es verschiedene Items, die angelegt werden können und entweder im Kampf, oder beim Erkunden in der Welt nützlich sind
  • 100 verstreute Perlen in der Welt versteckt; sammelt man alle, bekommt der Spieler ein Bonus Item, welches im zweiten Spieldurchlauf verwendet werden kann

Emotionales Design

  • Spiel ist sehr storylastig mit wiederkehrenden Charakteren, die einem ans Herz wachsen
  • Viele Nebencharaktere und Storyelemente sind an japanische Mythologien angelehnt
  • Ein schönes Gefühl für den Spieler die Natur nach und nach wieder zum Blühen zu bringen.
  • Wölfin Amaterasu sehr niedlich dargestellt
  • Wecken des Sammler-Triebs beim Spieler durch Sammeln von Glück, versteckten Perlen, Geld etc.

Mediales Design

  • Spiel in Cel-Shading-Grafik: das komplette Spiel sieht aus wie in einer japanischen Tuschemalerei
  • Soundtrack klingt sehr japanisch
  • Keine Synchronisation, sondern zufällig generiertes “Gebrabbel” der Charaktere; Hauptprotagonistin (Amaterasu) kann nicht sprechen, sondern nur Wolfslaute von sich geben. Das Reden wird von Issun übernommen
  • Schauplätze typisch japanisch designt (Gebäude, Kleidung, etc)
  • Abwechslungsreiches Leveldesign (Wald, Strand, Stadt, Schneelandschaft, etc.)

Bewertung

Positiv

  • Sehr schöner Grafikstil
  • Schöne Geschichte
  • Zeichnen im Spiel ist innovativ und macht Spaß
  • Einige Minispiele, viel sammelbares, abwechslungsreiches Gameplay
  • Sehr schöner zum Setting passender Soundtrack
  • New Game Plus Modus: motiviert, das Spiel nochmal zu spielen

Negativ

  • “Gebrabbel” der Charaktere ist etwas nervig, kann man aber leise stellen
  • Oftmals sehr viel Text zu lesen
  • Hilfestellung von Issun lässt kaum Raum zum nachdenken und macht das Spiel teilweise viel zu einfach

Referenzen


Johanna Hartmann, WS 2017

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