Diese Wiki-Seiten wurden von Studenten im Rahmen der Vorlesung GameDesign am efi erstellt.

Northgard (2018)

Entwickler und Publisher: Shiro Games

TypAufbaustrategie
SpielerEinzelspieler, Mehrspieler, Online, Koop
ArchitekturPC (Windows und Mac OS X)
Spieldauer2–5Stunden (zu zweit gegeneinander, mit ausgeschaltetem Wissenschaftssieg)


Beschreibung

Man befindet sich auf der Insel Northgard mit seinem Wikinger-Clan. Es gibt viele verschiedene Clans mit unterschiedlichen Vorteilen, somit hat man für jeden Spieler-Typ den richtigen Clan. Man versucht einen der fünf Siege vor den andern Wikinger-Clans zu erringen. Ein Sieg ist möglich durch Vorherrschaft (alle anderen besiegen), Weisheit (erforschen von 15 Technologien), Handel und Ruhm (Ruhm verdient man sich durch erfolgreiche Schlachten, Festmähler und Besiedelung neuer Gebiete). Die Map ist in hexagonale Kacheln aufgeteilt und man startet auf einer dieser Kacheln mit einem Haupthaus und einer Handvoll Bewohner. Nun heißt es einen Späher ausbilden und die Karte erkunden. Zudem sollte für Holz, Nahrung, Kröwns (die Währung), Steine, Eisen und vor allem für gute Laune gesorgt werden. Hierbei sind Stein, Eisen und Kröwns erst einmal Nebensache. Wichtig ist Holz (zum Bauen von Häusern), Nahrung (für die Bewohner und zum Besiedeln neuer Gebiete) und gute Laune (sorgt für Vermehrung der Bewohner). Auf den ersten Blick erinnert das Game an die ähnliche Spielereihe „die Siedler“. Bei Northgard gibt es allerdings deutlich weniger Gebäude, keine Lagerverwaltung und ganz wichtig: es kann jeder einzelne Wikinger kontrolliert werden. Zudem kann man jeden Wikinger jederzeit umsonst umschulen. Erst ein Jäger, dann ein Steinmetz, nur ein Klick. Beim Erkunden findet man nicht nur attraktive Nahrungsfelder und Kobolde zum Handeln, sondern gern mal auch eine Wolfsgruft oder auch Fabelwesen aus dem Norden. Jedes Feld ist zudem auf zwei bis fünf Gebäude begrenzt, wenn es einem nicht von einem der anderen Clans vor der Nase weggeschnappt wird. Neben den Fabelwesen, wilden Tieren und anderen Wikinger hat man auch die Natur zum Gegner. Es gibt nicht nur den schönen Sommer, sondern auch den Winter, welcher für starke Einbußen in der Holz- und Nahrungsproduktion sorgt. Wem das noch nicht reicht, der freut sich über Sonderevents wie Rattenplagen, besonders harte Winter und co. Wer hiervon nicht genug hat, kann im Modus Ragnarok spielen hier geht es noch mal um Einiges härter zu.

Formales Design

  • Steuerung erfolgt mit der Maus (ähnlich „Die Sieder“ oder „Anno“)
  • Kampagne dient als Tutorial (Kennenlernen der Einzelnen Clans)
  • Geeignet für alle die gerne Aufbaustrategie spielen und auch die Herausforderung nicht scheuen

Emotionales Design

  • Es gibt verschiedene Siege (Ruhm, Handel, Weisheit, Vorherrschaft, Sondersieg)
  • Zwischenziele sind unter anderem, die Karte zu entdecken und eventuelle Sonderfelder zu finden, sowie den Clan bei Laune zu halten und ihn gut zu versorgen
  • Sonderereignisse überstehen wie z.B. Rattenplagen, strenge Winter und Erdbeben uvm.

Mediales Design

  • Im nordischen Comic Stil
  • Angenehme nicht zu aufdringliche Musik (auch beim Spielen über 4–5 Std.)
  • Nicht nur die Jahreszeiten (Sommer und Winter) verändern das Aussehen, auch bei einem Schneesturm hat man selbst schlechte Sicht

Bewertung

Ich suchte nach einem Aufbaustrategie Spiel für zwei Spieler und stieß dabei auf Northgard. Das Design war schön, die Bewertungen gut und den Norden mag ich auch sehr gern. Also gekauft! Nach Start des Spieles erst einmal kurze Enttäuschung. Wenig Gebäudeauswahl und alles sehr minimalistisch. Als „Die Sieder“- Fan sehr ungewohnt. Aber nach kurzer Zeit merkt man, dass man auch mit weniger Möglichkeiten super klarkommt und diese auch nicht braucht. So hat man die wesentlichen Grundzüge des Spiels aufgrund seiner Unkompliziertheit sehr schnell begriffen. Die Feinheiten der Spielmechanik zu erkennen, zu nutzen und den Einsatz seiner Bewohner optimal zu managen, ist dennoch eine Herausforderung, in der Northgard anderen Spielen des Genres in Nichts nachsteht. Gemütlich erstmal aufbauen und einfinden dachte ich. Nix da, der erste Winter kam sehr schnell. Ergebnis: große Augen und schnelles Umstrukturieren. Die erste Runde war schnell vorbei und keiner von uns konnte gewinnen. Hmmm… fanden wir es jetzt gut oder nicht, stellte sich die Frage. Die Antwort: noch ein Versuch. Jetzt lief es schon besser, aber noch nicht optimal. Das Ambitionierte „Wir spielen das auf schwer“ (wir haben ja viel Erfahrung) stellte sich als großer Fehler heraus. Also nochmal neu und jetzt auf LEICHT (schon etwas peinlich) aber jetzt war es möglich, auch selbst zu gewinnen. Seitdem ist es eines meiner Lieblingsspiele. Es ist immer der Entdeckergeist geweckt vor allem wenn man mit dem Sondersieg spielt. Es ist nicht zu leicht und schön abwechslungsreich, unter anderem auch durch die verschiedenen Clans. Das Spiel entwickelt sich immer noch weiter, wie z.B. mit Ragnarok, neuen Clans, Gegnern und Maps. Die Neuerungen sind immer mit dabei und kosten nichts, außer bei Clans, da kann es schon mal sein das man diesen käuflich erwerben kann (nicht muss!). Wer Fan von Aufbaustrategiespielen ist und sich gern auch mal durchbeißt, wird mit Northgard glücklich.

Referenzen


Franziska Effenberger, WS 2017

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