Diese Wiki-Seiten wurden von Studenten im Rahmen der Vorlesung GameDesign am efi erstellt.

Forced (2013)

BetaDwarf

TypAction, RPG, Geschicklichkeit
Spieler1–4 Spieler
ArchitekturPC
Spieldauer1–10 Minuten pro Level
AuszeichnungenIntel 2013 Level Up Contest: “Best Game with 3D Graphic”
Fortsetzungen + Spin-Offskeine bekannt


Beschreibung

Das Spiel “Forced” ist in 5 Stages mit jeweils 5 Arenen aufgebaut, in denen ein namenloser Sklave aus einer Gladiatorschule mit bis zu drei Mitstreitern um seine Freiheit kämpft. In diesem Kampf stehen ihm vier individuelle Klassen zur Verfügung, die über eigene Fertigkeiten verfügen und das Kämpfen in der Arena erleichtern. Dabei geht es neben dem Lösen von Rätseln und gleichzeitigem Überleben um das Aufstellen einer Bestzeit und bestehen einer leveleigenen Challenge. Begleitet wird man von seinem “Betreuer des Geistes”, eines mächtigen Tools in Kugelform, die von jedem Spieler gesteuert werden kann und dem Spiel einen individuellen Charme verleiht.

Formales Design

  • Nutzen des “Betreuer des Geistes” als gemeinsamer Ressource im Multiplayer möglich, was intensive Kommunikation erfordert, und das Koop-Erlebnis erheblich steigert.
  • Combat System: Jeder Spieler fügt Feinden durch normale Angriffe Markierungen zu, die durch besondere Fähigkeiten von jedem Spieler aktiviert werden und Extraschaden oder besondere Effekte hervorrufen.

Emotionales Design

  • Durchgehend narzisstische Gegner, die zur Selbstüberschätzung neigen und ein hämischer Begleiter stacheln dazu an, sich selbst zu beweisen

Bewertung

Im Gegensatz zu dem Metascore von 73, der von Steam verliehen wurde, schätze ich das Spiel wesentlich besser ein. Das Design ist RPG typisch und leicht im Comic-Style gehalten, die Effekte sind ansehnlich und die Kameraführung ist vorbildlich. Das Gameplay ist zwar hin und wieder zu langsam und die Möglichkeit, mit Controller zu spielen meiner Meinung nach eher ein Handicap. In den actionreichen Szenen spielt “Forced” jedoch seine Stärken aus. Im Singleplayer sind sehr gutes Movement und Ressourcenmanagement sowie eine gute Übersicht nötig, um Level zu bestehen, was das Spiel sehr anspruchsvoll aber nicht unschaffbar macht. Da die Level aber jederzeit wiederholt werden können und nicht lang dauern, ist der Frustationsfaktor gering und es stellt sich eher eine hohe Motivation ein, die einen gern die Zeit vergessen lässt. Im Koop-Modus ist das Spiel das Fordernste, das ich je im Koop-Modus gespielt habe. Trotz langer gemeinsamer taktischer Erfahrung in Spielen wie Counter-Strike: Source und League of Legends war es meinem Team noch nicht möglich alle Level zu bezwingen. Da jede Bewegung des “Betreuer des Geistes” vorher abgesprochen werden muss und man gleichzeitig auf heranstürmende Gegner sowie auf leveleigene Gefahren achten muss, muss die Kommunikation und Taktik sitzen. Der Schwierigkeitsgrad ist dadurch sehr fordernd, aber man gelangt selten in eine Situation, in der man sich keine Taktik vorstellen kann, um das Level zu schaffen. Dazu bieten die zwei aus 16 auswählbaren Fähigkeiten genug Kombinationsmöglichkeiten, um Taktiken für jedes Level zu entwerfen. Alles in allem finde ich das Spiel trotz des relativ geringen Wiederspielwerts gelungen und den Preis von rund 14€ auf Steam für 10–20 Stunden Spielzeit gerechtfertigt.

Referenzen


Florian Windolf, WS 2013

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