Diese Wiki-Seiten wurden von Studenten im Rahmen der Vorlesung GameDesign am efi erstellt.

Don’t Starve (2013)

von Klei Entertainment

TypOpen World Survival, Sandbox
SpielerSingleplayer
ArchitekturPC (Windows, OS X, Linux),
PlayStation 4,
PlayStation Vita
SpieldauerUnbegrenzt (bis Tod)
AuszeichnungenIndie Game of the Year for 2013 (Indie Game Reviewer)
ErweiterungenReign Of Giants (DLC - 2014)


Beschreibung

Ohne Anleitung oder Vorgeschichte findet sich der Spieler auf einer Insel wieder nur mit dem Hinweis, besser etwas zu essen zu finden, bevor die Nacht hereinbricht. Ab diesem Zeitpunkt ist der Spieler auf sich alleine gestellt und muss versuchen sein Überleben in der überaus lebensfeindlichen Umwelt zu sichern. Dabei spielt nicht nur der Hunger eine wichtige Rolle. So muss sich der Spieler auch um seine geistige Gesundheit kümmern, gegen die Dunkelheit und die Elemente (wie extreme Kälte, Hitze, Regenschauer oder auch Blitze) wappnen, sowie gegen feindlich gesinnte Tiere und Monster verteidigen. Hierzu hat der Spieler die Möglichkeit, aus den in der Welt gefundenen Ressourcen unterschiedlichste Gegenstände zu craften.
Das Spiel bietet zwei verschiedene Spielmodi an, einmal einen Survival-Modus, bei dem es darum geht in der Welt möglichst lange zu überleben, sowie einen Adventure-Modus, bei dem man die Geschichte der Don’t Starve-Welt erfahren kann.

Formales Design

  • Zufallsgenerierte Insel-Welten
  • Schwierigkeitsparamter für jedes Spiel anpassbar
  • Permadeath
  • Tag/Nacht- und Jahreszeitenrhythmus
  • Zeit als essentielle Ressource

Emotionales Design

  • Verschiedene Charaktere mit jeweils unterschiedlichen Stärken und Schwächen (z.B. Wikingerin, die zwar gut kämpfen kann, aber nur Fleisch isst)
  • Jahreszeiten mit jeweils unterschiedlichen Herausforderungen (extremer Regen, Kälte, Hitze)
  • Ansteigende Komplexität und Schwierigkeit (Überfälle von Monstern auf das Lager; Erkunden der Höhlenwelten, die keine natürliche Lichtquelle bieten)

Mediales Design

  • Individuelle 2D-Grafik im Tim Burton-Stil
  • Verschiedene Gebiete (Wüste, Wald, Sumpf) mit jeweils eigener Farbpalette
  • Soundtrack (ähnlich wie Zirkusmusik) unterstreicht perfekt die leicht unheimliche Stimmung
  • Passende Soundeffekte für jede einzelne Interaktion

Bewertung

Dank der ungewöhnlichen und überaus gelungenen Grafik und dem stimmungsvoll perfekt dazu passenden Soundtrack zieht einen Don’t Starve sofort in seinen Bann. Die Spielwelt kommt mit einer Vielzahl ungewöhnlicher und überraschender Elemente daher, die das Überleben zu Beginn für längere Zeit beinahe unmöglich gestalten. Doch das macht auch den Reiz von Don’t Starve aus. Während der Einstieg noch relativ einfach gestaltet ist, zieht das Spiel von Tag zu Tag mehr an und auch das Craftigsystem wird immer komplexer. Es verlangt das Sammeln von immer selteneren Ressourcen, die nicht immer leicht zu bekommen sind und bietet so auch für längere Zeit Motivation, immer Neues zu entdecken und/oder Überlebensstrategien zu entwickeln.
Aber eines sollte man bei jedem noch so gut ausgebauten Lager nicht vergessen: In der Don’t Starve-Welt ist man nie wirklich sicher (spätestens seit der Einführung der Giganten mit dem DLC „Reign of Giants“) und der Tod gehört einfach zu Don’t Starve dazu. Er ist ein gewolltes Element, mit dem die Entwickler dem Spieler vor dem Bildschirm immer wieder tatsächlich das Gefühl geben in einer Welt gelandet zu sein, über die sie nie wirklich Kontrolle erlangen werden. Und doch gibt es bei jedem Tod doch noch eine kleine Belohnung: Man bekommt Erfahrungspunkte, mit denen man die restlichen Charaktere der Don’t Starve-Welt nach und nach freischalten kann. Das Permadeath-System und der damit erzwungene Neustart des Spiels beim Tod des Charakters mag zu Beginn für viele frustrierend sein, doch auch dies lässt sich im späteren Spielverlauf mit entsprechenden gecrafteten Gegenständen verhindern.
Darüber hinaus tragen die zufallsgenerierten Welten bei jedem neuen Spiel sowie die leichte Erweiterbarkeit des Spiels mit neuen Charakteren oder Objekten, dank Anbindung an den Steam Workshop, zu einem hohen Wiederspielwert bei.
Allen, die Spiele wie Minecraft mögen und nichts gegen Fantasyelemente in Survival-Games haben, kann ich somit Don’t Starve nur ans Herz legen.

Referenzen



Martin Lurz, WS 2014/15

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