Diese Wiki-Seiten wurden von Studenten im Rahmen der Vorlesung GameDesign am efi erstellt.

Brothers: a Tale of Two Sons (2013)

von Starbreeze Studios

TypAdventure
SpielerSingleplayer
ArchitekturPC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One
Spieldauerca. 2–4 Stunden
AuszeichnungenDICE Awards: GOTY 2014; GameTrailers: GOTY 2013; VGX: Best XBOX Game 2013; Polygon: GOTY 2013; Games Radar: GOTY 2013; Mashable: Top10 2013; Joystiq: Top10 2013
Fortsetzungen + Spin-Offskeine. (Stand 01/2016)


Beschreibung

Zwei Brüder begeben sich auf eine gefährliche Reise, um ihren Vater zu retten. Dabei steuert man mit einem Gamepad jeden Bruder einzeln durch eine von der nordischen Mythologie inspirierten Spielwelt. Die gesamte Story wird non-verbal erzählt.

Formales Design

  • Große Bandbreite an Spielertypen wird bedient:
    • Casual Gamer durch kurze Spieldauer und einfachen Zugang.
    • Explorer durch viele kleine Details, die in der Welt zu entdecken sind.
    • Powergamer durch innovative Spielmechanik, die Umdenken erfordert.
  • Zwei Hauptcharaktere, die aber von einem Spieler gleichzeitig gesteuert werden.
  • Spieler ist gezwungen, die Fähigkeiten beider Charaktere zu nutzen, um die Herausforderungen zu überwinden.
    • Synergieeffekte zwischen beiden Charakteren.
    • Erlebnis der Kooperation in einem Einzelspieler-Kontext.
  • Mit diesem Zwei-Charakter-Prinzip wird immer wieder gespielt. Zum Beispiel:
    • komplexe Puzzle-Plattform Abschnitte, die bei der Eingabe eine Herausforderung darstellen.
    • Räumliche Trennung eines Charakters, der durch den anderen gerettet werden muss.

Emotionales Design

  • Starkes Hauptmotiv: Vater ist sterbenskrank, es gibt nur eine Möglichkeit ihn zu retten.
  • Einschränkungen der Charaktere in sich schlüssig und anschaulich erklärt. Bsp. der kleinere Bruder hat Angst vor Wasser, da er seiner Mutter beim ertrinken zusehen musste.
  • Größte Stärke des Titels ist das unerwartete Auftreten von Hindernissen und Twists, sowie die damit einhergehenden emotionalen Konfrontationen und Abwägungen.

Mediales Design

  • Möglicherweise schwächster Teil des Titels ist die Grafik.
    • Niedrige Texturauflösung.
    • Eher geringe geometrische Detailtiefe.
    • Anstelle von Photorealismus eher an zeitgenössische Animationsfilme erinnernde Optik.
  • Effektiver Einsatz häufig auf Arien basierender, keltisch geprägter Spielmusik.
  • Story wird hauptsächlich durch das Spielgeschehen erklärt, aber neue Spielabschnitte werden auch durch kurze Cutscenes eingeleitet.

Bewertung

Brothers liefert ein vergleichsweise kurzes, aber umso wirkungsvolles Adventure. Durch die optisch sehr individuell gestalteten Szenen und emotionalen Höhen und Tiefen hat man das Gefühl, eine anstrengende und lange Reise erlebt zu haben. Durch die intensive Bindung der Charaktere an die besondere Art der Steuerung verfolgt man die Geschichte sehr aufmerksam und erlebt den Verlauf der Geschichte, ohne das durch eine Unterbrechung des Spielfluss ein Illusionsbruch entstehen könnte. Brothers schlägt damit die Brücke zwischen dem Narrativ und dem Gameplay.

  • IGN: “might be the best downloadable title since Journey”
  • Edge (GamesRadar): “understands what it means to communicate meaning through interaction”
  • Joystiq: “It’s rare for a game to forge a connection so strong, and even rarer for you to become the connective tissue.”

Referenzen

TotalBiscuit: WTF Is… - Brothers: A Tale of Two Sons ?
John Bain aka TotalBiscuit erklärt, warum dieses Spiel zu seinem Lieblingsspiel geworden ist.

Zero Punctuation: PAPERS, PLEASE AND BROTHERS: A TALE OF TWO SONS
Eine sarkastisch-kritische Auseinandersetzung mit dem Titel im typischen “Zero Punctuation” Stil.


Marc Burmester, WS 2015

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